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Bechtle-Interview mit iTernity CEO Ralf Steinemann

Datenwachstum bewältigen: Was können Unternehmen tun?

Welchen Einfluss wird das exponentielle Datenwachstum auf die Arbeit in IT-Abteilungen haben? Mit steigenden Datenmengen wird die Komplexität von IT-Infrastrukturen und damit der Arbeitsaufwand zunehmen. Was sind also die entscheidenden Entwicklungen der nächsten Jahre und wie können Unternehmen darauf reagieren? Darüber spricht Ralf Steinemann, Geschäftsführer von iTernity, im Interview mit Sebastian Bux, Teamleitung Presales Hybrid IT & HPE Produktmanagement bei Bechtle.

Sebastian Bux: iTernity ist langjähriger Partner von Bechtle, deshalb freut es mich ganz besonders Sie für dieses Interview bei uns begrüßen zu dürfen.

 

Ralf Steinemann: Vielen Dank für die Einladung.

Bux: Herr Steinemann, Sie sind seit über 16 Jahren im Bereich Datenarchivierung tätig. Wo sehen Sie persönlich die größten Herausforderungen für die IT in den nächsten Jahren?

 

Steinemann: Das Datenwachstum von unstrukturierten Daten stellt die größte Herausforderung dar. Laut IDC wird das globale Datenwachstum bis 2025 175 ZB erreichen. Das sind unvorstellbare Datenmengen. Der Großteil sind kalte unstrukturierte Daten, die häufig sensibel sind und entsprechend geschützt werden müssen. Hierbei darf man nicht die Backup-Daten vergessen, die Kopien aller sensiblen Inhalte der Unternehmen enthalten.

 

Das BSI beispielsweise hat in seinem letzten Jahresbericht bestätigt, dass die Qualität von Cyberangriffen weiter zunimmt und Ransomware Attacken derzeit die größte Bedrohung für die IT von Unternehmen darstellen.

Bux: Welche Rolle spielt hierbei der Fachkräftemangel in der IT-Branche?

 

Steinemann: Der Fachkräftemangel stellt ein massives Problem dar, das sich weiter verschärfen wird. Laut einer Studie der Bitkom ist dieser zwischen 2018 und 2019 um 51 % gestiegen.

 

Da es nicht zu erwarten ist, dass sich dies kurz oder mittelfristig bessern wird, müssen wir diese Herausforderungen mit Technologie begegnen und auf Automatisierung und Autonomie der Systeme setzen. Konkret sollten möglichst viele Alltagsaufgaben der IT automatisiert werden und keine Aufmerksamkeit der Administratoren benötigen. Somit kann man die knappe Ressource Mensch bestmöglich für wichtige und kreativere Tätigkeiten einsetzen - nebenbei, das macht auch mehr Spaß. Auch eine Vereinfachung und Digitalisierung von Prozessen muss dies natürlich begleiten.

Bux: Wie reagieren Ihre Kunden auf das Datenwachstum?

 

Steinemann: Unsere Kunden setzen darauf Speichersysteme für ihren primären Einsatzzweck zu nutzen und sich in Zukunft alle Möglichkeiten offen zu halten.

 

Niemand weiß, wohin die Reise der Daten in zehn Jahren gehen wird. Sind wir alle in der Cloud? Gibt es neue Technologien oder Anforderungen, die wir heute noch nicht kennen?

 

Bestimmt wird es diese geben und auch regulatorisch werden uns noch einige Themen Kopfschmerzen bereiten. Denken Sie nur an das Thema DSGVO. Aus diesem Grund setzen unsere Kunden auf software-basierte Lösungen, um sich jedwede Flexibilität offen zu halten.

 

Diese Flexibilität zahlt sich für unsere Kunden auch durch unsere Partnerschaft mit Bechtle und HPE aus. Wir können mit der passenden Hardware-Plattform aus dem HPE Portfolio, den Software-Produkten der iTernity und der lokalen Präsenz der Bechtle die Anforderungen unserer Kunden ideal erfüllen.

Bux: Wie helfen Ihre Softwarelösungen dem steigenden Datenwachstum entgegenzutreten?

 

Steinemann: Unsere Systeme sind grundlegend für ein enormes Datenwachstum ausgelegt und bieten unseren Kunden eine sehr hohe Flexibilität. Wir sehen Archivierung als unsere DNA und haben es uns zur Aufgabe gemacht die Daten unserer Kunden zukunftssicher zu verwalten.

 

Wir müssen beachten, dass nicht jeder Kunde bereits heute hunderte von Terabytes zu verwalten hat. Eventuell handelt es sich nur um wenige TB zu Beginn. Mit dem zu erwartenden Datenwachstum und der zunehmenden Digitalisierung stehen jedoch auch Kunden mit kleineren Datenvolumen vor großen Herausforderungen. Aus diesem Grund können unsere Produkte auch bereits ab einem geringen Datenvolumen eingesetzt werden und ermöglichen somit einen frühen Einstieg in eine zukunftssichere Speicherung der Daten.

 

iTernity bietet zwei unterschiedliche Software Produkte für die Datenspeicherung an. Wir unterscheiden zwischen einer Middleware, die sich perfekt in bestehende Infrastrukturen einbettet und diese um das Thema Archivierung ergänzt. Dabei handelt es sich um unser Produkt iCAS, das sich ideal für Kunden eignet, die sich bereits strategisch für eine IT-Infrastrukturentschieden haben.

 

Unsere zweite Lösung iCAS FS ist eine eigenständige autonome Plattform, die alle Archiv- und Backup-Daten des Kunden aufnimmt. Diese Scale-out Lösung bietet sozusagen einen Cloud-Service im eigenen Datacenter, da iTernity die Überwachung und administrativen Aufgaben für den Kunden übernimmt. Wir sprechen auch von Cloud experience on-premises.

 

Beide Produkte erfüllen alle regulatorischen Anforderungen an Archivsysteme, wie zum Beispiel GoBD, DSGVO, Basel III etc., verfolgen jedoch einen unterschiedlichen Ansatz, der entsprechend der Anforderung des Kunden Vorteile mit sich bringt.

Bux: Wie können Unternehmen Speicherkosten bei großen Datenmengen sparen?

 

Steinemann: Man sollte generell Technologien entsprechend ihrer Stärken einsetzen. Ein Primär-Speichersystem, wie zum Beispiel ein marktübliches All-Flash Array, ist beispielsweise ein sehr teurer Archiv-Speicher.

 

Die Anforderungen aus Business-Sicht definieren immer die Anforderungen an die Technologie. In der Praxis werden jedoch immer wieder gerne Systeme zweckentfremdet, weil sie einfach gerade noch freie Kapazitäten haben oder schnell verfügbar sind. Dies rächt sich jedoch schnell.

 

Unsere Produkte sind alle für das Thema Archivierung und Sekundärspeicher optimiert und bieten deutlich attraktivere Gesamtkosten als vergleichbare Wettbewerbssysteme.

 

Unsere Middleware iCAS schlägt beispielsweise klassische Wettbewerbssysteme in einer TCO Betrachtung um 50%. Unsere Plattform iCAS FS schlägt Public Cloud Anbieter in Bezug auf die TCO nachweislich um mehr als 53 %. Zudem reduzieren wir hierbei die Time-To-Manage um Faktor 10, also die Zeit, die für Verwaltung und Administration aufgebracht werden muss.

Bux: Sie haben das Thema Public Cloud bereits angesprochen. Welchen Ansatz verfolgen Ihre Lösungen?

 

Steinemann: Software bietet die größte Flexibilität und stellt für unsere Kunden somit die bestmögliche Zukunftssicherheit da. Unsere Softwareprodukte können lokal in Rechenzentren der Kunden betrieben werden, hybrid mit teilweiser lokaler und teilweiser entfernter Datenhaltung oder auch komplett als Service angeboten werden. Hierbei können wir sowohl Public Cloud- als auch Private Cloud-Infrastrukturen nutzen. Ein fließender Übergang von einer bestehenden Architektur zu einer neuen ist jederzeit möglich.

Bux: Was machen Sie anders als andere Hersteller und warum sollten Unternehmen auf Ihre Lösung setzen?

 

Steinemann: Wir sind darauf fokussiert die Daten unserer Kunden sicher in die Zukunft zu bringen. Das ist unsere Stärke. Unsere Lösungen werden bereits von mehr als 1.200 Kunden in allen Branchen seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Als deutscher Software-Hersteller ist Datenschutz zudem für uns kein notwendiges Übel, sondern ein Bestandteil unserer DNA.

Bux: Welche Mehrwerte bietet die Zusammenarbeit mit Ihren Partnern den Kunden?

 

Steinemann: Langfristig erfolgreich kann man nur in einem Team sein. Es ist wichtig, die Stärken zu kombinieren und im Interesse der Kunden das Optimum erreicht. Unser Team aus iTernity, HPE und der Bechtle verfolgt dieses Ziel sehr konsequent. Wir stellen mit unserer Software die Archivexpertise, HPE liefert die große Auswahl an Hardware-Plattformen und Bechtle steht als direkter Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung und integriert alles nahtlos in die IT-Landschaft des Kunden.

Bux: Herr Steinemann, vielen Dank für das Gespräch und Ihre Zeit.

Schauen Sie sich das Interview in voller Länge auf unserem YouTube Kanal an.

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